Die Ausbildung zum Privatpiloten

PPL(A) – Private Pilot Licence (Aeroplane) gemäß FCL.200 VO(EU)1178/2011

Mit der PPL(A) – Private Pilot Licence (Aeroplane), Privatpilotenlizenz, können Sie sich privat den Traum vom Fliegen erfüllen. Nach Abschluss der Ausbildung erhalten Sie die Berechtigung einmotorige Kolbenflugzeuge fliegen zu dürfen. Mit Ihrer Lizenz ist es für Sie zunächst möglich, in Europa entsprechende Flugzeuge chartern und auch fliegen zu können. Ihre Lizenz ist sofern weltweit gültig, da eine Anerkennung bzw. Umschreibung in außereuropäischen Ländern recht unkompliziert ist.

Sie lernen auf den bewährten und sicheren Ausbildungsflugzeugen Piper 28 und auf unserer modernen Cessna 172SP mit Glascockpit G1000.
Voraussetzungen
  • Mindestalter bei Beginn der Ausbildung 16 Jahre (zur Erteilung der Lizenz 17 Jahre)
  • Medizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2
  • Nachweis der Zuverlässigkeit im Sinne des §24 LuftVZO
  • Auszug aus dem Verkehrszentralregister (nicht älter als 3 Monate)
Und so sieht die PPL-Ausbildung aus:
Theoretische Ausbildung
Mindestens 100 Unterrichtsstunden in folgenden Fächern:
  • Luftrecht
  • Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse
  • Flugleistung und Flugplanung
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Meteorologie
  • Navigation
  • Betriebliche Verfahren
  • Aerodynamik
Die geforderten 100 Stunden können als Präsenzunterricht in der Flugschule durchgeführt werden. Nach Absprache werden die Theorietermine eingeplant. Alternativ ist auch die Nutzung eines Fernlehrgangs mit 10 Stunden Nahunterricht oder eine andere individuelle Kombination aus beiden Unterrichtsformen möglich.
Praxis-Ausbildung
Die Ausbildung erfolgt bei uns in drei Phasen:
Mit Abschluss der Phase 1 können Sie ein Flugzeug alleine in der Platzrunde, d.h. am Flugplatz fliegen. In der  Ausbildungsphase 2 erreichen Sie die Solo-Überlandreife nachdem Sie die Theorieprüfung bestanden haben. In der Phase 3 werden Sie auf die praktische Prüfung vorbereitet. Vorgeschrieben sind mindestens 45 Flugstunden, die sich folgendermaßen aufteilen:
  • Mindestens 25 Stunden mit Lehrer
  • Mindestens 10 Stunden Solo unter Aufsicht des Lehrers
  • Mindestens 5 Stunden Überlandflug
  • Maximal 5 Stunden Training in einem Simulator (FNPT II)
Teil der Ausbildung zum Privatpiloten ist der Erwerb eines Sprechfunkzeugnisses. Entweder in deutscher Sprache (BZF II) oder in Englisch/Deutsch (BZF I). Darüber hinaus dürfen Piloten nur dann am Sprechfunkverkehr teilnehmen, wenn für die verwendete Sprache ein Eintrag über das Sprachlevel in ihrer Lizenz erfolgt ist. Das gilt über Englisch hinaus für jede Sprache, also auch für die deutsche Sprache. Diesen Eintrag erhält man über eine Selbsterklärung (deutsche Muttersprachler für Deutsch) und eine Sprachprüfung (für Englisch).
Späteres Fliegen
Als Inhaber einer Privatpilotenlizenz (PPL-A) bekommen Sie eine Klassenberechtigung, Single Engine Piston SEP (Land). Sie dürfen damit einmotorige Landflugzeuge mit Kolbentriebwerk führen. Diese Berechtigung kann später auf größere und komplexere Flugzeuge erweitert werden. Sie ist grundsätzlich 24 Monate gültig. Dabei müssen in den letzten 12 Monaten vor Ablauf der Berechtigung mindestens 12 Stunden als verantwortlicher Pilot (PIC) nachgewiesen werden. Durch Erbringung dieser Mindeststundenzahl und einem Übungsflug mit einem Fluglehrer kann die Klassenberechtigung verlängert werden. Und selbst wenn Sie diese Anforderung nicht erfüllen, weil Sie weniger oder gar nicht geflogen sind, brauchen Sie nur einen Prüfungsflug mit einem Flugprüfer und Ihre Berechtigung ist wieder für weitere 2 Jahre gültig (siehe Auffrischungsschulung).